Februar 2018

Mittlerweile ist es Ende Februar und der Winter scheint eben seinen Höhepunkt zu erreichen. Grundsätzlich sind Außenwerte an die -20° kein  großes Problem, wenn der Teich tief genug ist, die Koi gut konditioniert in den Winter gehen konnten und vor allem es gelingt, die ein oder andere Stelle Eisfrei zu halten, um weiter den Gasaustausch zu ermöglichen. Gerade letzteres wird leider jedoch häufig unterschätzt. Vor allem bei hohen Besatz  reichen oft wenige Stunden, an denen die Eisdecke zur Gänze geschlossen ist, um die ersten Verluste, im Falle von Sauerstoffmangel zumeist mit den größeren Koi beginnend, beklagen zu können. Umso wichtiger ist es in den kommenden Tagen  idealerweise sich täglich zu vergewissern, dass das System noch gut „atmen“ kann.

Generell stellt aber auch dieser Winter bisher wieder eine größere Herausforderung dar, als möglicherweise vermutet wird. Da es in den vergangenen Monaten zwischenzeitlich immer wieder zu größeren Temperaturschwankungen kam und so die Koi schwer zur Ruhe kamen, konnte oftmals beobachtet werden, dass der ein oder andere Koi sich mehr als gewünscht bewegte. Wenngleich dies für einen gut konditionierten Koi kein großes Problem darstellen sollte, wird es für das ein oder andere Jungtier in der Größe von wenigen Zentimetern schon zu einer Herausforderung, da die Energiereserven bei höheren Temperaturen allmählich dem Ende zu gehen. Sollte der ein oder andere Koi  die nächsten Wochen die Oberfläche aufsuchen und offensichtlich einen längeren Verbleib im Freien nicht mehr überstehen, ist es ratsam, diesem im Keller bzw. Innenraum  behutsam aufzupäppeln. Wichtig ist,  in so einem Fall zu große Temperaturschwankungen zu  vermeiden, sodass der  tägliche Temperaturanstieg  3-5 Grad nicht überschreitet. Ideal wäre in etwa 10 Tagen das Wasser auf etwa 18 Grad zu bringen und dann konstant zu halten und langsam mit der Fütterung zu beginnen. Im Normalfall zeigt sich der Koi bereits schon nach wenigen Tagen aktiv und sucht nach Futter. Wichtig ist bei der Übersiedelung in eine Innenhälterung, die Wasserqualität stets im Auge zu behalten, da sich diese in kleinen Volumen rasch verschlechtert.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Koi die letzten Wochen bis zum Frühjahr noch gut überstehen und freue mich selbst schon sehr auf das diesjährige Abfischen, welches in den Osterferien – geeignete Witterung vorausgesetzt – stattfinden wird.